„Fühlen Sie sich nicht gut, Elisabeth?“ Dr. Narosdys Stimme klang besorgt. Elisabeth spürte, wie er nach ihrer Hand griff, und wandte sich ab.
„Doch, Danke“, murmelte sie mit niedergeschlagenen Augen. Die zurück liegenden Stunden mit Dr. Narosdy waren der schönste Tag ihres Lebens gewesen. Wenn nur das Versprechen nicht gewesen wäre, das sie ihrem Vater auf dem Sterbebett gegeben hatte.. Was musste Dr. Narosdy nun von ihr denken! Elisabeth kämpfte mit den Tränen.
„Elisabeth..“ Durch einen Schleier von Tränen blickte sie in Dr. Narosdys Augen. Erschrocken sah sie, dass er ebenfalls weinte. Unwillkürlich streckte sie ihre Hand aus und traf die seine. Als seine Lippen sie berührten, erwiderte sie seinen Kuss. Für einen Moment, der wie eine Ewigkeit schien, blickte sie in die Tiefe seiner Augen. Dann küsste sie ihn erneut. Nur Dr. Narosdys Arm hinderte sie daran, zu Boden zu sinken.